Stell' Dir vor es ist Krieg und keineR geht hin.
Wir vernetzen Menschen und Organisationen, die sich für Gewaltfreiheit, Gewaltlosigkeit oder Soziale Verteidigung einsetzen.
Netzwerk für Gewaltfreiheit
Seit der russischen Vollinvasion gegen die Ukraine, den Kriegen in Gaza, im Sudan, rund um den Persischen Golf und anderswo, ist die Friedensbewegung mit starken Bestrebungen zur Aufrüstung und Militarisierung konfrontiert. In den internationalen Beziehungen gewinnen Gewalt und die Macht des Stärkeren die Oberhand. Im Alltag lebt militaristische Männlichkeit auf. Wie die Referenden gegen die Einschränkung des Zivildienstes und die Ausweitung der Rüstungsexporte zeigen, muss die Friedensbewegung friedenspolitische Errungenschaften mit aufwändigen Abwehrkämpfen verteidigen. Diplomatie und andere Formen der gewaltlosen Konfliktaustragung geraten aus dem Blick. Friedenspolitik findet kaum mehr statt.
In dieser Situation braucht es statt mehr Gewalt, Militarisierung und Aufrüstung mehr Gewaltlosigkeit, Gewaltfreiheit und Konzepte von Sozialer Verteidigung. Und statt der Ohnmacht hinterlassenden Isolation braucht es mehr Vernetzung zwischen den Organisationen und Menschen,
die unter Frieden mehr als die Abwesenheit von Krieg verstehen wollen,
die personale, strukturelle und symbolische Gewaltverhältnisse ins Auge fassen,
die auf die Macht der Gewaltfreiheit bauen, wie sie Mahatma Gandhi, und Martin Luther King früher praktizierten und wie sie viele Bewegungen heute etwa in den USA im Kampf gegen die ICE einsetzen.
Um diese Vernetzung auf den Weg zu bringen, findet am
14. November 2026 von 09.30 bis 15.30 Uhr
im
Kulturhaus Helferei in Zürich (Kirchgasse 13, beim
Grossmünster)
ein erstes Treffen von Einzelpersonen und Friedensorganisationen statt, die auf die Methoden gewaltlosen oder gewaltfreien Vorgehens setzen.
Es geht darum zu klären,
- ob eine solche Vernetzung einem Bedürfnis entspricht,
- wie diese gegebenenfalls aussehen soll und
- welche gemeinsamen Schritte daraus resultieren könnten.
Esther Gisler-Fischer (WILPF), Ueli Mäder (em. Professor für Soziologie) und Andreas Zumach (langjähriger Korrespondent der taz.de bei der UNO in Genf) werden das Treffen mit Inputs bereichern.
Um einschätzen zu können, wie viele Personen am Treffen teilnehmen wollen und ob eine Übersetzung einzurichten ist, bitten wir um eine Anmeldung über die Email-Adresse info@gewaltlos.org oder unter Kontakt.
Ruedi Epple, Sissach
Regina Strupler, Zürich